master-platform.ch

Pool 11: Schreiben im Kontext der Kunst

Semester
Herbstsemester 2019
Dates

    
jeweils 09:00 - 17:00 Uhr

25. / 27. / 28. / 29. November

ECTS
3
Kunsthochschule
Universität / Haute École
Zürcher Hochschule der Künste
Teacher
Marie-France Rafael
Contact email
for student applications
Content description

In diesem Seminar werden ausgehend von pragmatischen Fragestellungen des Schreibens im Kontext der (eigenen) Kunstpraxis unterschiedliche zeitgenössische Formate, Genres, Praktiken und Positionen des Schreibens theoretisch und praktisch erarbeitet. Neben ausgewählten Beispielen zu Fragen der Autorschaft – Autofiktion und Autotheorie (Sophie Calle, Chris Krauss, Katy Acker, Maggie Nelson, Paul B. Preciado u. a.) – werden Fragen der Subjektivität und Identität im Zeitalter des Digitalen untersucht, dies auch vor dem Hintergrund eines "New Black Feminism" (Aria Dean, Legacy Russell u. a.). Im Seminar werden zudem Produktions- und Distributionsmodalitäten besprochen, die das Internet bietet (z. B. Tweets, Blogs etc.). Weiter werden neue Plattformen wie die DIS-Magazine des Künstlerkollektiv DIS oder das "e-flux journal", herausgegeben von den KünstlerInnen Julieta Aranda, Anton Vidokle und Brian Kuan Wood, betrachtet. In praktischen Übungen wird das Schreiben über sich, die eigene künstlerische Arbeit und Position (sowie die von anderen) im Kontext der Kunst und darüber hinaus erprobt.

Informationen zur Lehrperson:

Marie-France Rafael, geboren 1984 in München, ist promovierte Kunstwissenschaftlerin. Sie hat an der Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne angewandte Filmwissenschaft und an der Freie Universität Berlin Kunstgeschichte und Filmwissenschaft studiert. Von 2011 bis 2015 war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Freie Universität Berlin und bis 2019 an der Muthesius Kunsthochschule Kiel im Bereich Raumstrategien/Räume des Kuratorischen tätig.
Marie-France Rafael arbeitet am Departement Kunst und Medien der ZHdK in der Lehre und als Forscherin im theoretischen Bereich der zeitgenössischen Kunst. Schwerpunkte ihrer Forschung sind die Geschichte des Ausstellens sowie die künstlerischen Strategien des Präsentierens von Kunst als Reflexions- und Kommunikationsmittel, das Alltagskultur, Politik und Ökonomie auf besondere Weise ästhetisch verhandelt. Zu ihren konkreten Arbeitsschwerpunkten gehören Ausstellungskonzeption und -gestaltung, Kunstästhetik und -vermittlung, Raumtheorie sowie Künstlerinnenkollaborationen zu Fragen der Kunsterfahrung und Erfahrungsökonomie.